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Shutka Shukar : zu Gast bei Roma, Ashkali und Ägyptern / Hrsg. Bernhard Streck. - Leipzig : Leipziger Universitätsverl., 2009. - 225 S. : Fotos
(Arbeiten aus dem Institut für Ethnologie der Universität Leipzig, Bd. 8)
ISBN 978-3-86583-350-1

Im Sommer 2007 konnte eine Gruppe Studierender vom Forum Tsiganologische Forschung der Universität Leipzig in Shutka zu Gast sein.
Die Siedlung Shutka, die offiziell Shuto Orizari heißt ist ein Vorort der mazedonischen Hauptstadt Skopje, die 1963 von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht wurde. Hier wohnen mehr Roma und andere Zigeuner zusammen als in irgendeiner anderen Stadt Europas. Skopje ist eine sehr europäische Stadt, „viele Mazedonier haben in Europa Erfahrungen gemacht, als Flüchtlinge, als Arbeitsmigranten oder bei Besuchen von Verwandten….Ihre zigeunerische Tradition beinhaltet seit jeher Grenzüberschreitungen, selbst wenn viele der Gruppen vielleicht schon immer sesshaft waren.“(S.10)
Einführend verweist Bernhard Streck auf die verwendete Begrifflichkeit „Zigeuner“: … „hält die Leipziger Tsiganologie an dem ehrwürdigen Ethnonym Zigeuner fest, unter welchem solche Gruppen in den alten Urkunden zum ersten Mal erwähnt wurden und dessen lateinische Vorform cingari wohl mit dem wandernden Metallgewerbe zusammenhing.“(S.11)
Das vorliegende Lese- und Bilderbuch ist eine „Collage aus Farbfotos, Kurzaufsätzen, Gedichten und Karikaturen.“ Auf individuelle Weise fassen die teilnehmenden Studierenden ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in den Gastfamilien, ihre Missverständnisse und Peinlichkeiten aber auch die Irritationen der Bewohner/innen mit den Fremden zusammen.
Es ist ein mehrstimmiger Bericht, der Lernerfahrungen wiedergibt, Widersprüchen stehen lässt und mit Sicherheit als Dank an die Gastgeber in Shutka zu verstehen ist.

Simone Wiegratz