21.10.2006:
Das Genehmigungsverfahren für das Heinersdorfer Moscheebauprojekt der Ahmadiyya Muslim Gemeinde befindet sich inzwischen in der Endphase.
... Der Bauantrag für ein Gemeindezentrum mit Moschee samt einem zwölf Meter hohen Minarett war Anfang August eingereicht worden. Wenn er nicht grundsätzlich vom rechtsgültigen Bauvorbescheid abweicht, gilt die Genehmigung als sicher. ...
(Berliner Morgenpost / Die Welt, 21.10.2006)
10.11.2006:
Während der Bauantrag für die Moschee der Ahmadiyya Gemeinde im Bezirksamt Pankow noch auf seine endgültige Bewilligung wartet, will die Bürgerinitiative 'Ipahb' nun auch juristisch gegen das Projekt vorgehen. Für den Fall der Bewilligung wird außerdem auch eine weitere Demonstration angekündigt.
... Rechtsanwälte durften sich im Auftrag der Initiative im Pankower Stadtplanungsamt die Bauunterlagen der Gemeinde anschauen, allerdings nicht als juristische Vertreter der IPAHB, sondern als Anwälte einer Eigentümergemeinschaft für ein Grundstück, das neben dem geplanten Standort der Moschee liegt. ...
(Berliner Zeitung, 10.11.2006)
14.11.2006:
In Heinersdorf will sich nun eine neue Anwohnerinitiative für Toleranz und die Grundsätze der Religionsfreiheit einsetzen. Die Website der Initiative soll sich in Zukunft zu einer Plattform für Information, Diskussion und Dialog über das Moscheebauprojekt und Religion entwickeln. Auch entsprechende Workshops und Vorträge sind geplant. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.heinersdorf-oeffne-dich.de.
... Die Gründungsmitglieder, darunter Künstler, Medienschaffende, Politiker und Kirchenvertreter, bekennen sich zur Religionsfreiheit und der ungehinderten Religionsausübung. "Wir nehmen die Ängste vor bevorstehenden Veränderungen ernst. Wir stehen für einen Dialog der unterschiedlichen Gruppen, um Ängste zu überwinden und zu einem respektvollen Miteinander beizutragen", heißt es in den Grundsätzen. ...
(Berliner Zeitung, 14.11.2006)
22.12.2006:
Der Vorsitzende der Berliner Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde teilt mit, daß das Bezirksamt Pankow nach eingehender Prüfung dem Bauantrag auf Bau einer Moschee in Heinersdorf stattgegeben hat. Die Bürgerinitiative gegen den Moscheebau 'Ipahb' kündigt daraufhin weitere Protestaktionen an und ruft für den 27.12. zu einer Lichterkette vor dem Grundstück in der Tiniusstraße auf.
... Demnach hat der Bezirk den Bau des zweigeschossigen Hauses mitsamt zwölf Meter hohem Minarett auf dem zirka 4000 Quadratmeter großen Areal bewilligt. Geht es nach den Vorstellungen der derzeit in Reinickendorf ansässigen Ahmadiyya, so könnte Anfang 2008 das Gebäude von den Muslimen genutzt werden. ...
(Berliner Morgenpost, 23.12.2006)
... Der geplante Bau an der Tiniusstraße 5 könne „ohne besondere Auflagen“ erfolgen, sagte er. Jetzt stehe die Ausschreibung für das Objekt an. Mit dem Baubeginn für das zweigeschossige Haus mit Zwölf-Meter-Minarett rechnet er für Februar. ...
(Der Tagesspiegel, 24.12.2006)
... Es ist die erste Moschee im Osten Berlins - und sie wird vehement bekämpft. Eine Bürgerinitiative hat bereits zwei Bürgerbegehren dagegen lanciert, die jeweils für unzulässig erklärt wurden. Die NPD fuhr auf dem Trittbrett mit und gründete flugs einen Ortsverband in Pankow. Der CDU-Spitzenkandidat für die Berliner Wahl im vergangenen September, Friedbert Pflüger, witterte populistischen Gewinn und sprach sich gegen das Projekt aus. Das aber stand juristisch nie in Frage - schließlich gilt in Deutschland die Religionsfreiheit auch für Muslime. ...
(Die Tageszeitung, 27.12.2006)
... Die Moschee besteht aus zwei Etagen mit Gebetsräumen, einem zwölf Meter hohen Minarett und einer Wohnung, in der der Imam mit seiner Familie leben wird. Auf dem Gelände werden Parkplätze für die Besucher errichtet. Die Moschee wird nach der ersten Ehefrau des Propheten Mohammed benannt und den Namen "Khadidja-Moschee" tragen. ...
(Berliner Zeitung, 27.12.2006)
... Berlins Muslime drängen aus den Hinterhöfen. Sie wollen aus den provisorischen Gebetsräumen heraus. ...
(Berliner Morgenpost / Die Welt, 27.12.2006)