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April 2007
03.04.2007:
Vertreter der "Initiative Pankow-Heinersdorfer Bürger" (IPAHB) erstatten Anzeige gegen die Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei.PDS), den Pankower Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) und die Heinersdorfer SPD-Abgeordnete Christa Müller. Laut 'Ipahb' habe die Senatorin Mitglieder der Initiative im Zusammenhang mit dem Brandanschlag verleumdet und herabgewürdigt.
... "Es gibt im Zusammenhang mit dem Brandanschlag ungeheuerliche Vorverurteilungen", sagte IPAHB-Vorsitzender Joachim Swietlik gestern. Gemeinsam mit zehn weiteren Moschee-Gegnern war Swietlik am vergangenen Freitagabend in die Polizeiwache Hadlichstraße 33 gegangen. Dort stellte jeder Anzeigen gegen die drei Politiker. ...
(Berliner Zeitung, 03.04.2007)
... Die Initiative gegen die Moschee „ipahb“ erstattete unter anderem gegen Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner Anzeige, da sich ihre Mitglieder als Ziel von „verantwortungslosen öffentlichen Herabwürdigungen, Diffamierungen und persönlichen Beschuldigungen“ sehen. ...
(Der Tagesspiegel, 04.04.2007)
... Sie sehe sich mit der Verurteilung des Brandanschlags in "guter Gesellschaft", heißt es aus Knake-Werners Büro. ...
(Berliner Morgenpost, 04.04.2007)
15.04.2007:
Die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft sorgt nun selbst für eine weitere Erschwerung der Diskussion, indem sie im Internet einen diskreditierenden Artikel gegen Homosexuelle veröffentlicht. In dem Text – der kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls von der Ahmadiyya-Website entfernt wird – wird u. a. ein kruder Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Schweinefleisch und Homosexualität hergestellt.
… „Die Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) stimmt den Ausführungen der Verfasserin des Artikels im Allgemeinen zu“, heißt es in einer Stellungnahme der Gemeindeführung in Frankfurt am Main für den Tagesspiegel. Eine Beleidigung nichtmuslimischer Menschen oder homosexuellenfeindliche Diskriminierung will die Religionsgemeinschaft in den Äußerungen nicht erkennen. …
(Der Tagesspiegel, 15.04.2007)
… Der Lesben- und Schwulenverband spricht von "geistiger Brandstiftung". "Solche Hetze darf in unserer Stadt keine Platz haben", sagte LSVD-Sprecher Alexander Zinn. "Homosexualität wird in vielen Regionen als dekadent, krank und sündhaft betrachtet. Gefährlich wird es, wenn religiöse Fanatiker das für Propaganda gegen Schwule und Lesben nutzen." Im Übrigen sei die Mär vom Schweinefleisch, das Homosexualität auslösen soll, "Wasser auf die Mühlen der Moschee-Gegner". …
(Berliner Zeitung, 16.04.2007)
... Weitere Aussetzer solcher Art würde die Ahmadiyya Muslim Gemeinde weitere Sympathien bei denen kosten, die sich für sie eingesetzt haben. Weil aber religiöse Freiheit in unserer Gesellschaft richtigerweise ein hohes Gut ist, sind dämliche Sprüche kein Grund, die Ahmadiyyas ihre Moschee in nicht bauen zu lassen. Man muss ja nicht hingehen. ...
(Berliner Zeitung, 16.04.2007)
21.04.2007:
Nach Protesten von Politikern, Parteien und des Lesben- und Schwulenverbandes distanziert sich die Ahmadiyya Muslim Gemeinde von dem umstrittenenen Artikel über Homosexuelle.
... "Wir nehmen diesen Vergleich zurück", sagte der Imam der Gemeinde in Berlin, Abdul Basit Tariq. Der umstrittene Text einer muslimischen Autorin, der unter dem Titel "Glücksschwein oder arme Sau" auf der Internetseite der Gemeinde stand, ist inzwischen entfernt worden. ...
(Berliner Zeitung, 21.04.2007)
... "Wir haben keine Quelle gefunden, in der diese Aussage belegt wird", sagt Rafik Ahmad, Sprecher der Ahmadiyya Gemeinde Deutschland. ...
(Der Tagesspiegel, 21.04.2007)
