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Alle hier vorgestellten Titel sowie weitere Publikationen zu den genannten Themen können in der Mediathek der RAA Berlin ausgeliehen werden.

Smith, David James:
Wenn die Welt ein Dorf wäre … : ein Buch über die Völker der Erde
/ David J. Smith. Aus d. Engl. von Hildegard Gärtner. Ill. von Shelagh Armstrong. – Wien ; München : Jungbrunnen, 2002. – 32 S.: farb. Abb.
Einheitssacht.: If the world were a village 
ISBN 3-7026-5743-6

Dieses Buch richtetet sich an ein Lesepublikum ab 8 Jahren.
Dem Autor nach soll es Kindern helfen, sich die Welt besser vorstellen zu können. Einhundert Bewohner eines Dorfes vertreten die etwa 6,2 Milliarden Menschen der Erde. 
Auf farbig illustrierten großen Seiten werden ihre Herkunft, Sprachen, Altersstufen, Religionen, ihre Anteile am Reichtum, an Energie, am Wasser, ihre Vergangenheit und ihre Zukunftsaussichten dargestellt. 
„Es ist das Bewusstsein, dass unsere Erde eigentlich ein Dorf ist, ein kleines, wertvolles Dorf, das wir mit unseren Nachbarn teilen. Das Wissen, wer unsere Nachbarn sind, wo und wie sie leben, hilft uns, in Frieden mit ihnen zu existieren.“ (S. 30)
Die für alle Aussagen verwendeten Quellen und Statistiken stammen aus den Jahren 1991 bis 2001. 
Bisher dienten auf statistischen Daten basierende Verkleinerungen der Weltbevölkerung oftmals zur politisch-korrekten Wahrnehmung von Ungerechtigkeiten in der Welt. 
Dass die Methode der Vereinfachung durch maßstabsgerechtes Minimieren ihre Schwächen hat, zeigt das Kapitel „Sprachen“. Wie soll sich ein Kind 100 Dorfbewohner vorstellen, die 6000 Sprachen sprechen? Wenn es den Umstand bedenkt, mit 8 Sprachen mehr als die Hälfte der Dörfler verstehen zu können, bieten sich mathematisch anspruchsvolle Überlegungen für mögliche Sprachenaufteilungen innerhalb der übrigen Dorfbevölkerung.
Da ein Modell grundsätzlich Aspekte der Wirklichkeit vernachlässigt, sollte der aus dem Buch zu ziehende Erkenntnisgewinn nicht gefährdet sein.

Thomas Kunzke