Hier und jetzt! ist ein Projekt von ARiC Berlin – Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum Berlin e. V. und IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung in Kooperation mit mit EPIZ – Zentrum für Globales Lernen in Berlin und Berlin Postkolonial e. V.

 

Kontakt

ARiC Berlin – Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum Berlin e. V.

www.aric.de

aric@aric.de 

 

IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung

www.diskriminierungsfreie-bildung.de

projekt@diskriminierungsfreie-bildung.de

 

Ansprechpartnerinnen:

Dr. Jule Bönkost und Josephine Apraku

Programm 2017

Auf dieser Seite finden sie einen Überblick über das Programm 2017.

Projektbroschüre 2017

Einen Rückblick zum Programm 2017 finden Sie auch in der Projektbroschüre 2017 (pdf).

Die Broschüre wendet sich an Lehrer*innen und Multiplikator*innen der (außer)schulischen Bildungsarbeit und gibt Anregungen zum kritischen Umgang mit Kolonialismus und Kolonialrassismus im Unterricht. Neben einem Beitrag von Jule Bönkost zu kritischen Zugängen zu Kolonialismus und Kolonialrassismus im Schulunterricht, einem Überblick über das Programm 2017 und Teilnehmendenberichten befassen sich Paula von Gleich und Samira Spatzek am Beispiel des Projektes „Das Gewebe der Sklaverei: auf den Spuren transatlantischer Versklavung in Bremen“ damit, wie das Thema Kolonialismus und Kolonialrassismus praktisch bearbeitet werden kann.

Fortbildungen

Veranstaltungen für Lehrer*innen, Referendar*innen und Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen, Schultypen und Klassenstufen.

 

Modul I

Die Fortbildung bietet einen Einstieg in die rassismuskritische Unterrichtsgestaltung anhand des Themas deutsche Kolonialgeschichte: Welche Bedeutung kommt dem Thema Kolonialismus im Schulunterricht zu und was hat Kolonialrassismus damit zu tun? Was ist Kolonialrassismus überhaupt und wie funktioniert er? Welche Rolle spielen diese Themen für eine rassismussensible Unterrichtsgestaltung? Thematisiert werden Ziele und Eckpunkte einer rassismuskritischen Unterrichtspraxis, die Kolonialismus und Kolonialrassismus zum Gegenstand hat, sowie Fallstricke, die diese Praxis kennzeichnen.

Termine28.04., 16.06., 08.09.

 

Modul II

Die aufbauende Fortbildung widmet sich der Bedeutung von Kolonialrassismus für die eigene Lebensrealität. Wir  wagen den Blick auf uns selbst: Was hat Kolonialrassismus mit mir zu tun? Wo begegne ich kolonialrassistischen Deutungsmustern und Handlungsweisen in der eigenen Bildungsarbeit und wie kann diesen entgegengewirkt werden? Wir werden die Vielschichtigkeit der eigenen Identität kennenlernen. Ziel ist die Selbstreflexion der eigenen gesellschaftlichen Positionierung und die Sensibilisierung für eigene Privilegien in der rassismuskritischen Unterrichtsgestaltung.

Termine: 05.05., 23.06., 15.09.

 

Modul III

Im Rahmen der aufbauenden Fortbildung werden Handlungsoptionen zur rassismussensiblen Unterrichtsgestaltung anhand der Themen Kolonialismus und Kolonialrassismus aufgezeigt. Dabei steht die Arbeit mit Unterrichtsmaterialien im Fokus. Wir üben ein, kolonialrassistische Deutungsmuster in Unterrichtsmaterialien aus einer postkolonialen und rassismuskritischen Perspektive zu erkennen sowie mit diesen produktiv-kritisch umzugehen. Formen der rassismussensiblen Gestaltung von Schulunterricht werden vorgestellt und gemeinsam erprobt.

Termine: 12.05., 30.06., 22.09.

 

Referentinnen:

Josephine Apraku, Afrikawissenschaftlerin, und Dr. Jule Bönkost, Amerikanistin und Kulturwissenschaftlerin

Als erprobtes Schwarz-weißes Team führen die Referentinnen gemeinsam Veranstaltungen zu diskriminierungskritischer Bildungsarbeit durch.

 

Ort:

Verband für Interkulturelle Arbeit (VIA) Regionalverband Berlin/Brandenburg e. V., Petersburger Str. 92, 10247 Berlin

 

Zu den Referentinnen, die Schwarz und weiß positioniert sind: 

Josephine Apraku, Afrikawissenschaftlerin, und Dr. Jule Bönkost, Amerikanistin, leiten zusammen das IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung in Berlin. 2015 haben sie in Kooperation mit Berlin Postkolonial e. V. und dem EPIZ Berlin das Bildungsprojekt „Far, far away? Kolonialrassismus im Unterricht | Globales Geschichtslernen vor Ort“ durchgeführt. Als Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin und am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) der Humboldt-Universität zu Berlin lehren sie zum Thema Bildung und Rassismuskritik.

Affinity-Gruppe

Die regelmäßigen Gruppentreffen ermöglichten es Lehrpersonen, sich über einen längeren Zeitraum kollegial auszutauschen und miteinander zu vernetzen: Es wird die Gelegenheit gegeben, sich mit aktuellen Erfahrungen und Erlebnissen in der eigenen Bildungsarbeit auseinanderzusetzen. Die thematischen Schwerpunkte der einzelnen Treffen werden von den Teilnehmenden nach Bedarf selbst bestimmt.

 

Begleitung durch Josephine Apraku, Afrikawissenschaftlerin, und Dr. Jule Bönkost, Amerikanistin und Kulturwissenschaftlerin

 

Ort: Verband für Interkulturelle Arbeit (VIA) Regionalverband Berlin/Brandenburg e. V., Petersburger Str. 92, 10247 Berlin

Postkoloniale Stadtrundgänge

Koloniale Gegenwart und Widerstand in Berlins Mitte

22.04. mit Abdel Amine Mohammed

 

Auf dem Weg zum Manga-Bell-Platz

13.05. mit Dr. Marie Biloa Onana

 

Maafa und Widerstand: Jenseits der Petersallee

27.05. mit Mnyaka Sururu Mboro

 

Frauen im Kolonialismus

17.06. mit Jacqueline Mayen

 

Dauerkolonie Togo? Jenseits kolonialer Nostalgie

01.07. mit Abdel Amine Mohammed

 

Otjitiro Otjindjandja: Von Lüderitz zum Völkermord

15.07. mit Israel Kaunatjike & Christian Kopp

 

Auf dem Weg zum Manga-Bell-Platz

Samstag, 09.09.2017, 13 Uhr

Dr. Marie Biloa Onana

 

Penduka – Wake Up! Vom Kolonialen zum Afrikanischen Viertel

30.09.2017 mit Stefanie-Lahya Aukongo & Christian Kopp

 

Frauen im Kolonialismus

21.10. mit Jacqueline Mayen

 

 

* gemeint ist die kolonialrassistisch bezeichnete Mohrenstraße

Schulprojekttage

Im Mittelpunkt der durchgeführten Schulprojekttage standen die rassismussensible Beschäftigung mit der Kolonialgeschichte und deren bis in die heutige Zeit reichenden Folgen für das Zusammenleben in Deutschland und für Nord-Süd-Beziehungen sowie (Kolonial-)Rassismus als Unterrichtsgegenstand. 

Gefördert aus Mitteln der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin

Gefördert von der Stiftung Nord-Süd-Brücken aus Mitteln des BMZ.

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des