Programm 2016

Auf dieser Seite finden sie einen Überblick über das Programm 2016.

 

Einen Rückblick zum Projekt 2016 finden Sie auch in der Projekt-Dokumentation 2016 (pdf).

Fortbildungen

 

Veranstaltungen für Lehrer*innen, Referendar*innen und Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen, Schultypen und Klassenstufen.

 

Modul I "Kolonialismus im Unterricht  Globales Geschichtslernen vor Ort"

Die Fortbildung bietet einen Einstieg in die rassismuskritische Unterrichtsgestaltung anhand des Themas deutsche Kolonialgeschichte: Welche Bedeutung kommt dem Thema Kolonialismus im Schulunterricht zu und was hat Kolonialrassismus damit zu tun? Was ist Kolonialrassismus überhaupt und wie funktioniert er? Welche Rolle spielen diese Themen für eine rassismussensible Unterrichtsgestaltung? Thematisiert werden Ziele und Eckpunkte einer rassismuskritischen Unterrichtspraxis, die Kolonialismus und Kolonialrassismus zum Gegenstand hat, sowie Fallstricke, die diese Praxis kennzeichnen.

Termine27.05., 09.09., 04.11.

 

Modul II "Kolonialrassismus im Unterricht"

Die aufbauende Fortbildung widmet sich der Bedeutung von Kolonialrassismus für die eigene Lebensrealität. Wir  wagen den Blick auf uns selbst: Was hat Kolonialrassismus mit mir zu tun? Wo begegne ich kolonialrassistischen Deutungsmustern und Handlungsweisen in der eigenen Bildungsarbeit und wie kann diesen entgegengewirkt werden? Wir werden die Vielschichtigkeit der eigenen Identität kennenlernen. Ziel ist die Selbstreflexion der eigenen gesellschaftlichen Positionierung und die Sensibilisierung für eigene Privilegien in der rassismuskritischen Unterrichtsgestaltung. 

Termine: 10.06., 23.09., 18.11.

 

Modul III "Rassismussensible Unterrichtsgestaltung im Globalen Lernen"

Im Rahmen der aufbauenden Fortbildung werden Handlungsoptionen zur rassismussensiblen Unterrichtsgestaltung anhand der Themen Kolonialismus und Kolonialrassismus aufgezeigt. Dabei steht die Arbeit mit Unterrichtsmaterialien im Fokus. Wir üben ein, kolonialrassistische Deutungsmuster in Unterrichtsmaterialien aus einer postkolonialen und rassismuskritischen Perspektive zu erkennen sowie mit diesen produktiv-kritisch umzugehen. Formen der rassismussensiblen Gestaltung von Schulunterricht werden vorgestellt und gemeinsam erprobt.

Termine: 24.06., 07.10., 02.12.

 

Referent*innen:

Josephine Apraku und Dr. Jule Bönkost, IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung

Joshua Kwesi Aikins, Universität Kassel, Fachbereich Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien

 

Ort:

Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e. V. – EPIZ, Schillerstraße 59, 10627 Berlin

 

Zu den Referentinnen, die Schwarz und weiß positioniert sind: 

Josephine Apraku, Afrikawissenschaftlerin, und Dr. Jule Bönkost, Amerikanistin, leiten zusammen das IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung in Berlin. 2015 haben sie in Kooperation mit Berlin Postkolonial e. V. und dem EPIZ Berlin das Bildungsprojekt „Far, far away? Kolonialrassismus im Unterricht | Globales Geschichtslernen vor Ort“ durchgeführt. Als Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin und am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) der Humboldt-Universität zu Berlin lehren sie zum Thema Bildung und Rassismuskritik.

Affinity-Gruppe

Die regelmäßigen Gruppentreffen ermöglichten es Lehrpersonen, sich über einen längeren Zeitraum kollegial auszutauschen und miteinander zu vernetzen: Es wurde die Gelegenheit gegeben, sich mit aktuellen Erfahrungen und Erlebnissen in der eigenen Bildungsarbeit auseinanderzusetzen. Die thematischen Schwerpunkte der einzelnen Treffen wurden von den Teilnehmenden nach Bedarf selbst bestimmt.

 

Begleitung durch Josephine Apraku und Dr. Jule Bönkost vom IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung

 

Ort: Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e. V. – EPIZ, Schillerstraße 59,10627 Berlin

Performative postkoloniale Stadtrundgänge

Uhuru heißt Freiheit! Von der Peters- zur Maji-Maji-Allee

02.04. mit Mnyaka Sururu Mboro & Zaida Horstmann

 

Penduka – Wake Up! Von Lüderitz zum Völkermord

30.04. mit Israel Kaunatjike & Stefanie-Lahya Aukongo

 

Dauerkolonie Togo? Jenseits kolonialer Nostalgie

28.05. mit Abdel Amine Mohammed & Zaida Horstmann

 

Retracing Freedom – Widerstand und koloniale Gegenwart in Berlins Mitte

25.06. mit Joshua Kwesi Aikins & Chantal Fleur Sandjon

 

Frauen im Kolonialismus

23.07. mit Jacqueline Mayen & Zaida Horstmann

 

* gemeint ist die kolonialrassistisch bezeichnete Mohrenstraße

 

Penduka – Wake Up! Auf dem Weg zum Manga-Bell-Platz

27.08. mit Marie Biloa Onana & Stefanie-Lahya Aukongo

 

Retracing Freedom – Widerstand und koloniale Gegenwart in Berlins Mitte

08.10. mit Joshua Kwesi Aikins & Chantal Fleur Sandjon

Schulprojekttage

Im Mittelpunkt der durchgeführten Schulprojekttage standen die rassismussensible Beschäftigung mit der Kolonialgeschichte und deren bis in die heutige Zeit reichenden Folgen für das Zusammenleben in Deutschland und für Nord-Süd-Beziehungen sowie (Kolonial-)Rassismus als Unterrichtsgegenstand. 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung – Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit

 

Gefördert von der Stiftung Nord-Süd-Brücken aus Mitteln des BMZ.

 

 

 

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des

Quelle: http://www.aric.de/projekte/hier_und_jetzt/rueckblick_programm_2016/