Fortbildungen für Pädagog*innen 2019

Die Veranstaltungen richten sich an Lehrer*innen, Referendar*innen, Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen, Schultypen und Klassenstufen sowie pädagogisch Interessierte.

Die Fortbildungsreihe wird drei Mal durchgeführt. Jeder Durchlauf besteht aus drei Modulen, die im Block stattfinden. Die Module bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden.

Die Veranstaltungen sind inhaltlich neu gestaltet, so dass wir uns freuen würden, auch Teilnehmende aus dem letzten Jahren wieder begrüßen zu dürfen. 

 

Beschreibung der Module

Modul I

Das Modul bietet einen Einstieg in die rassismuskritische Unterrichtsgestaltung anhand des Themas deutsche Kolonialgeschichte: Welche Bedeutung kommt dem Thema Kolonialismus im Schulunterricht zu und was hat Kolonialrassismus damit zu tun? Was ist Kolonialrassismus überhaupt und wie funktioniert er? Welche Rolle spielen diese Themen für eine rassismussensible Unterrichtsgestaltung? Thematisiert werden Ziele und Eckpunkte einer rassismuskritischen Unterrichtspraxis, die Kolonialismus und Kolonialrassismus zum Gegenstand hat, sowie Fallstricke, die diese Praxis kennzeichnen.

 

Modul II

Das aufbauende Modul widmet sich der Bedeutung von Kolonialrassismus für die eigene Lebensrealität. Wir wagen den Blick auf uns selbst: Was hat Kolonialrassismus mit mir zu tun? Wo begegne ich kolonialrassistischen Deutungsmustern und Handlungsweisen in der eigenen Bildungsarbeit und wie kann diesen entgegengewirkt werden? Wir werden die Vielschichtigkeit der eigenen Identität kennenlernen. Ziel ist die Selbstreflexion der eigenen gesellschaftlichen Positionierung und die Sensibilisierung für eigene Privilegien in der rassismuskritischen Unterrichtsgestaltung.

 

Modul III

Im Rahmen des aufbauenden Moduls werden Handlungsoptionen zur rassismussensiblen Unterrichtsgestaltung anhand der Themen Kolonialismus und Kolonialrassismus aufgezeigt. Dabei steht die Arbeit mit Unterrichtsmaterialien im Fokus. Wir üben ein, kolonialrassistische Deutungsmuster in Unterrichtsmaterialien aus einer postkolonialen und rassismuskritischen Perspektive zu erkennen sowie mit diesen produktiv-kritisch umzugehen. Formen der rassismussensiblen Gestaltung von Schulunterricht werden vorgestellt und gemeinsam erprobt.

 

Teilnahmebeitrag pro Modul: 20 EUR, die vor Ort in Bar zu entrichten sind.

 

Verbindliche Anmeldung per E-Mail an aric[at]aric.de bis eine Woche vor dem jeweiligen Veranstaltungstermin.

 

Termine

1. Durchlauf

Modul I: Samstag, 01.06.19, 10-14 Uhr

Modul II: Samstag, 01.06.19, 14-18 Uhr 

Modul III: Sonntag 02.06.19, 10-14 Uhr

 

Ort: Malplaquetstraße 13a, 13347 Berlin (Hinterhaus im Erdgeschoss). Nahe der U-Bahnhöfe Leopoldplatz (U9), Seestraße (U6) und Nauener Platz (U9)

 

2. Durchlauf

Modul I: Samstag, 27.07.19, 10-14 Uhr

Modul II: Samstag, 27.07.19, 14-18 Uhr 

Modul III: Sonntag, 28.07.19, 10-14 Uhr 

 

Ort: Malplaquetstraße 13a, 13347 Berlin (Hinterhaus im Erdgeschoss). Nahe der U-Bahnhöfe Leopoldplatz (U9), Seestraße (U6) und Nauener Platz (U9)

 

3. Durchlauf

Modul I: Samstag, 07.09.19, 10-14 Uhr

Modul II: Samstag, 07.09.19, 14-18 Uhr

Modul III: Sonntag, 08.09.19, 10-14 Uhr

 

Ort: Malplaquetstraße 13a, 13347 Berlin (Hinterhaus im Erdgeschoss). Nahe der U-Bahnhöfe Leopoldplatz (U9), Seestraße (U6) und Nauener Platz (U9)

 

Referentinnen:

Josephine Apraku, Afrikawissenschaftlerin, und Dr. Jule Bönkost, Amerikanistin und Kulturwissenschaftlerin

Als erprobtes Schwarz-weißes Team führen die Referentinnen gemeinsam Veranstaltungen zu diskriminierungskritischer Bildungsarbeit durch.

Quelle: http://www.aric.de/projekte/hier_und_jetzt/fortbildungen/