Internationaler Antirassismustag am 21. März 2010

9. März 2010

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte im Oktober 1966 den Beschluss gefasst, den 21. März als "Tag der Vereinten Nationen zur Überwindung von Rassismus" zu begehen.
Er erinnert an die brutal niedergeschlagene Demonstration gegen das "Passgesetz" am 21.03.1960 in Sharpeville (Südafrika). Jede/r Schwarze musste sich mit dem "book of life" ausweisen, wenn sie/er die für Weiße reservierten Gebiete betreten wollte. Die Polizei nahm alle, die ohne Pass angetroffen wurden, fest und verlieh sie als Sklaven auf Zeit an weiße Farmer.
Ein tragischer Höhepunkt wurde am 21.03.1960 in Sharpeville erreicht, als Polizisten auf die demonstrierende Menge schossen. Dabei wurden 69 Menschen getötet und fast 200 verletzt. Die Widerstandsbewegungen ANC und PAC (Pan-Africanist Congress) wurden verboten und ihre Führer verhaftet oder "gebannt", so dass sich der schwarze Widerstand im Untergrund bzw. Exil neu organisieren musste. Zunehmend wandten Widerstandsbewegungen auch Gewalt an, was sie bis 1960 strikt abgelehnt hatten. Die innenpolitische Radikalisierung wuchs und steigerte sich noch, als 1964 der ANC-Politiker Nelson Mandela zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Die Forderungen der verschiedenen schwarzen Gruppen waren ganz unterschiedlich, von Verbesserungen innerhalb des Systems über volle Gleichberechtigung (ANC) bis zur vollständigen Überwindung weißer Herrschaft (PAC).

Vom 15. bis 28. März 2010 finden nun schon zum 10. Mal die Aktionswochen gegen Rassismus statt. Näheres dazu hier...

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Quelle: http://www.aric.de/nachrichten/detail/artikel/internationaler-antirassismustag-am-21-maerz-2010/